Wie funktioniert dein Halloween-Haus?

Oft werde ich gefragt, wie meine Halloween-Deko denn funktioniere. Während ich kleinen Kindern erzähle, dass ich die Kürbisse übers Jahr züchte und ihnen das Singen beibringe, wollen Erwachsene dann schon eher wissen was sich dahinter verbirgt.
Bei meinem Halloween-Haus habe ich die letzten Jahre immer fünf Beamer parallel verwendet. Einen für die Kürbisse, einen für die Hauswand und die restlichen Drei für die Fenster. Ein Fernseher wäre technisch zwar auch möglich, wirkt aber nicht so gut.

Welche Szenen brauche ich?

Für die Geister greife ich auf einen inzwischen recht großen Pool, bestehend hauptsächlich aus Videos von AtmosFX, zurück. Welches Set für dich, lieber Leser, ‚richtig‘ ist kommt ganz auf deine Zielgruppe an. Bei AtmosFX gibt es bei jedem Set zwei Symbole, ob es eher gruselig(Totenkopf) oder familienfreundlich(Smiley) ist. Bei meinem Haus verwende immer eine Mischung aus beiden Bereichen, da auch die gruseligen Szenen bei Kindern gut ankommen. Trotzdem gibt es in Paketen wie ‚Macabre Manor‘ Andeutungen von Suizid, was für Kinderaugen meiner Meinung nach nicht geeignet ist. Diese betreffenden Szenen werden dann aber einfach nicht verwendet, der Rest des Sets kann man ja dann trotzdem verwenden.
Für mich ist vorallem das Gesamtbild wichtig. Zwar könnte ich jedem Beamer bzw. PC/Laptop einfach ein eigenes Geisterpaket zuweisen, was ich jedem Neulich für den Anfang empfehle, aber dadurch entsteht trotzdem keine zusammenhängende Szenerie bzw. Herausforderung.

Wie funktioniert das Zusammenspiel?

Als ich mich nach Halloween 2015 mit dem Digitale Dekoration näher befasst habe, ist mir schnell aufgefallen, dass es eigentlich total unlogisch ist, wenn ein Geist nur in einem Fenster vorkommt, geschweige denn in zweien paralel.
Eine Abstimmung zwischen den beiden bzw. allen Fenstern musste her. Bestimmt könnte man das ganze auch Softwaretechnisch irgendwie lösen, aber einfach für jedes Fenster ein Video zuschneiden, welches vorgibt was wie wann wo passiert ist dann doch einfacher. Da ich regelmäßig Filme schneide, war dies für mich quasi ein Heimspiel.
Im folgenden Bild sieht man ein Screenshot von der Projekt-Datei von Halloween 2016.

Die Show von 2016 im Schnittprogramm

Das ganze sieht zunächst sehr kompliziert aus, ist es aber eigentlich nicht.
Zeile 1-2 sind die Kürbisse. Da sie immer ein Gesicht haben sollen gibt es hier keine freien Stellen.
Zeile 3 dient nur als Markierungshilfe. Überall wo ein Block ist, ist eine Geschichte oder ein Lied bei den Kürbissen. In diesem Bereich sollte also nichts großes bei den Fenstern passieren um den Fokus bei den Kürbissen zuhalten.
Zeile 4-5, 6-7 und 8-9 vertreten jeweils ein Fenster.
Zeile 10-13 sind Masken. Diese helfen die Geister in den Fenstern auszurichten. Hierzu gibt es aber einen gesonderten Artikel.

Projekt von 2019

Das ganze hat sich über die Jahre natürlich etwas weiter entwickelt. Wobei hier durch die Projektion zusätzlicher Geister an der Hauswand und durch Erfahrung einiges noch dazu gekommen ist. Die Kurzfassung daher:
-Z1-8: Kürbisse
-Z9: Markierungshilfe
-Z10-11: Fenster 1
-Z12-13: Fenster 2
-Z14-15: Fenster 3
-Z16-26: Hauswand
-Z27-30: Masken

Geist wechselt Fenster

Auffällig hier bei ist auch, dass manche Szenen in Z10-15 bzw. Fenster 1-3 farblich markiert sind. Hier findet ein Fensterwechsel statt oder die Ereignisse hängen zusammen.

Die jeweils zusammen gehörigen Zeilen werden nun separat als .mp4 Video exportiert. Diese kann man dann in Schleife bei jedem Projektor abspielen.

Wie drücke ich gleichzeitig auf Play?

Wer sich den Fensterwechsel oben angeschaut stellt ganz schnell fest, dass die Videos synchron laufen müssen. Da man schwer überall gleichzeitig auf Play drücken kann, verwende ich ein tolles Tool von meinem Freund Felix, der dieses extra dafür programmiert hat. Das Programm findet Ihr auf seiner GitHub-Seite, welche ich mal hier verlinke:
https://github.com/Felix-Franz/VLCController <= Der Link führt auf eine Externe Webseite

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